Erhebliche Risiken durch geplante Sozialkürzungen

Der Paritätische Region Hannover zeigt sich besorgt angesichts eines internen Arbeitspapiers, das dem Gesamtverband vorliegt. Demnach werden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene derzeit umfangreiche Kürzungen im Sozialbereich diskutiert. Das Dokument umfasst 108 Seiten und enthält mehr als 70 konkrete Vorschläge mit einem bezifferten Volumen von über 8,6 Milliarden Euro. Da zahlreiche Vorschläge nicht mit konkreten Finanzangaben hinterlegt sind, könnte das tatsächliche Einsparvolumen darüber hinaus deutlich höher liegen.

Die möglichen Kürzungspläne betreffen nach Einschätzung des Paritätischen zentrale Bereiche der sozialen Infrastruktur. Sollten Leistungen für Kinder, Jugendliche, Menschen mit Behinderungen und Familien eingeschränkt werden, hätte dies weitreichende Folgen für gesellschaftliche Teilhabe und Zusammenhalt.

Die Geschäftsführerin des Paritätischen Region Hannover, Bianka Bradler, erklärt dazu:
„Wer bei den Schwächsten spart, spart an der Zukunft unserer Gesellschaft. Kinder, Jugendliche, Menschen mit Behinderungen und Familien brauchen verlässliche Unterstützung. Soziale Teilhabe ist ein Recht und darf nicht Gegenstand von Kürzungsdebatten sein.“

Gerade in der Region Hannover zeige sich täglich, wie wichtig Angebote wie Schulbegleitung, Jugendhilfe, Assistenzleistungen, Kinderbetreuung sowie Unterstützung für Alleinerziehende seien. Diese Leistungen ermöglichten Teilhabe, Chancen und gesellschaftliche Integration.

Der Paritätische Region Hannover betont, dass er an der Seite seiner Mitgliedsorganisationen und der betroffenen Menschen steht. Soziale Infrastruktur müsse gestärkt und nachhaltig gesichert werden, anstatt durch Einsparungen geschwächt zu werden.