17. April 2026
Gemeinsam stark gegen sexualisierte Gewalt
Unter dem Motto „Sexualisierte Gewalt stoppen“ versammelten sich im Stadtteil Linden rund 2.000 Menschen am Küchengarten. Die deutlich höhere Beteiligung als erwartet zeigt eindrücklich, wie stark das Thema die Stadtgesellschaft bewegt.
Auch der Paritätischer Region Hannover war mit einem Team vor Ort vertreten und unterstützte die Kundgebung gemeinsam mit Kolleginnen aus dem Landesverband. Der Verband stellte sich damit sichtbar an die Seite der Initiatorinnen und Teilnehmenden der Veranstaltung.
Die Kundgebung wurde von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis getragen, bestehend aus Initiativen, Verbänden, Parteien sowie zahlreichen engagierten Bürger*innen. Diese gemeinsame Präsenz unterstreicht die breite gesellschaftliche Einigkeit in der Forderung nach wirksamem Schutz vor sexualisierter Gewalt.
Als Rednerin sprach unter anderem die ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen, Ricarda Lang. Sie fand klare Worte und machte deutlich, dass Deutschland kein „Täterparadies“ bleiben dürfe. Neben Forderungen nach einer Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sprach sie auch über die Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung sozialer Medien. Zudem berichtete sie eindrücklich von eigenen Erfahrungen mit digitaler sexualisierter Gewalt, unter anderem durch KI-generierte Deepfakes.
Organisiert wurde die Kundgebung unter anderem von Vicktoria Schwertmann, die angesichts aktueller Entwicklungen ihre große Betroffenheit und Wut über bestehende Schutzlücken zum Ausdruck brachte und politische Konsequenzen einforderte.
Bianka Bradler, Geschäftsführerin des Paritätischen Region Hannover: „Für uns als Kreisverband ist klar: Betroffene sexualisierter Gewalt brauchen wirksame Schutzmechanismen, klare gesetzliche Regelungen und eine Gesellschaft, die konsequent hinschaut und handelt.“ Die große Beteiligung an der Kundgebung sende hierfür ein deutliches Signal. Und sie ergänzt: „Die Veranstaltung in Linden hat gezeigt: Zivilgesellschaftlicher Zusammenhalt ist ein zentraler Motor für Veränderung – online wie offline.“