Mehr als 3000 Menschen werden laut gegen sozialen Kahlschlag

Unter dem Motto „S.O.S. Sozialstaat“ haben sich über 3.000 Menschen zu einer landesweiten Protestaktion vor dem Niedersächsischen Landtag in Hannover versammelt. Ziel der Kundgebung war ein lautstarker und unüberhörbarer Protest gegen die geplanten Kürzungen der Bundesregierung im sozialen Sektor. Der Paritätische Landesverband Niedersachsen fungierte dabei als Mitorganisator der Großdemonstration.

Aus allen Teilen Niedersachsens reisten die Kreisverbände des Paritätischen an, um gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen ein solidarisches Fundament zu bilden. Auch der Paritätische Region Hannover war mit einer starken Delegation vertreten.

„Wir sind überwältigt von der großartigen Unterstützung unserer Mitgliedsorganisationen, die so zahlreich Flagge gezeigt und der Aktion ein Gesicht gegeben haben“, So Bianka Bradler, Geschäftsführerin des Paritätischen Region Hannover. „Ohne das tägliche Engagement und die lautstarke Unterstützung vor Ort wäre ein solches Signal nicht möglich gewesen.“

Ein zentraler Programmpunkt der Kundgebung war der direkte und intensive Dialog auf der Bühne zwischen der Landesvorsitzenden des Paritätischen Niedersachsen, Kerstin Tack, und dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies.

Dabei wurden wesentliche Kernpunkte ausgetauscht:

  • Signal der Landespolitik: Ministerpräsident Olaf Lies betonte im Gespräch vor Ort, dass die vom Paritätischen Gesamtverband geleakten Kürzungsvorschläge im Sozialbereich auf Bundesebene keineswegs in der vorliegenden Form umgesetzt würden.
  • Forderung des Verbandes: Kerstin Tack machte im Gegenzug unmissverständlich deutlich, dass ein verlässlicher und starker Sozialstaat das Fundament der Gesellschaft sei und an diesem Fundament unter keinen Umständen gerüttelt werden dürfe.

Mit der Protestaktion haben die Verbände und die über 3.000 Teilnehmenden verdeutlicht, dass ein starkes soziales Netz für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar ist. Die soziale Arbeit dürfe nicht zum Gegenstand von Einsparmaßnahmen werden. Der Paritätische Region Hannover wird sich auch weiterhin gemeinsam mit seinen Partnern und Mitgliedern dafür einsetzen, dass die soziale Infrastruktur in der Region und im gesamten Bundesland stabil und zukunftsfähig bleibt.