Paritätische Bustouren mit Speed-Talking: Sozialpolitik in Bewegung

Wie entsteht gute Sozialpolitik? Dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Genau diesen Austausch fördern die Paritätischen Bustouren des Paritätischen Region Hannover. Bei den ersten beiden Touren des Jahres 2026 besuchten Vertreter*innen aus Politik und sozialen Organisationen gemeinsam sieben Einrichtungen und tauschten sich direkt über die Herausforderungen und Chancen sozialer Arbeit in der Region aus.

Mit den Paritätischen Bustouren schafft der Paritätische Region Hannover einen direkten Begegnungsraum zwischen sozialer Praxis und politischen Entscheidungsträger*innen. Ziel ist es, die vielfältige Arbeit der Mitgliedsorganisationen sichtbar zu machen, aktuelle Herausforderungen aus erster Hand zu vermitteln und den persönlichen Austausch zu fördern.

Viele soziale Angebote leisten täglich einen unverzichtbaren Beitrag für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Gleichzeitig stehen die Einrichtungen vor vielfältigen Herausforderungen – von Fachkräftemangel über steigende Bedarfe bis hin zu finanziellen Unsicherheiten. Die Bustouren bieten die Möglichkeit, diese Themen dort zu diskutieren, wo sie konkret erlebbar werden: in den Einrichtungen selbst.

Bei der ersten Tour besuchten die Teilnehmenden das Kontakt- und Beratungsangebot Checkpoint Hannover, die Wohnungsnotfallhilfe Unter einem Dach, die Drogenberatungsstelle drobs Hannover sowie das Naturfreundehaus Hannover. Die zweite Tour führte zu kargah e.V., dem Stadtteilbauernhof Hannover und der Lebenshilfe Seelze.

Vor Ort erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit der Einrichtungen, lernten unterschiedliche Handlungsfelder sozialer Arbeit kennen und kamen mit Mitarbeitenden sowie Verantwortlichen ins Gespräch.

Ein zentrales Element der Bustouren war das moderierte Speed-Talking während der Fahrten zwischen den Stationen. In kurzen Gesprächsrunden tauschten sich Vertreter*innen aus Politik und Mitgliedsorganisationen direkt miteinander aus, knüpften neue Kontakte und diskutierten aktuelle sozialpolitische Themen.

Der direkte Dialog soll dazu beitragen, gegenseitiges Verständnis zu stärken, Perspektiven auszutauschen und langfristige Netzwerke aufzubauen. Denn gute Sozialpolitik braucht den engen Kontakt zur Praxis und zu den Menschen, die soziale Angebote gestalten und nutzen.

Die besuchten Einrichtungen verdeutlichen die große Bandbreite sozialer Arbeit in der Region Hannover – von Suchthilfe und Gesundheitsförderung über Integration und Teilhabe bis hin zu Kinder- und Jugendhilfe, Inklusion sowie Angeboten für Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Bianka Bradler, Geschäftsführerin des Paritätischen Region Hannover: „Mit den Paritätischen Bustouren bringen wir Politik dorthin, wo soziale Arbeit jeden Tag stattfindet. Wer gute Entscheidungen für die Region treffen will, sollte die Menschen, Einrichtungen und Herausforderungen vor Ort kennen. Genau dafür schaffen wir Raum für Begegnung und Austausch.“ Ihr großer Dank galt allen Gastgeber*innen, Teilnehmenden und Mitwirkenden für ihr Engagement und die offenen Gespräche.